Lektion 2 – Basic – Komposition 8

Dynamik

oder muss ein Bild sich wirklich auch bewegen?
[Bild: 4LzStut.gif]

Die Dynamik einer Grafik kann man durch mehrere Dinge beeinflussen und hervoreben. Dazu muss man ein wenig die Theorie verstehen und auch welchen Eindruck schon eine leere Grafik auf den Betrachter haben kann.

Ich erkläre euch hier mal drei Punkte der Bilddynamik.

optische Widerstände

Bedingt durch unsere alle Erfahrungen gibt es auch auf einer leeren Fläche schon eine Einteilung, wie gewisse Bildbereiche empfunden werden.

Wir nehmen Bilder oder Grafiken so wahr, dass unten die Standfläche ist, der Fuß auf welchem die Fläche steht und oben ist die Fläche offen und leicht.
Diese Einteilung kommt von der täglichen Erfahrung die wir alle mit der Schwerkraft haben. Bei fast allen Gegenständen ist unten die Standfläche und oben die geringere Masse.

Auch beim Grafikinhalt kommt diese Einteilung zum tragen, unten ist in den meisten Fällen der Boden und oben der Himmel, d.h. das schwere, feste ist unten und das leichte oben. Bei fast all unseren Grafiken, außer jemand fällt aus dem Rahmen und platziert etwas am oberen Rand der Grafik. Und da wir das nicht gewohnt sind, fällt diese Position direkt ins Auge.

In der westlichen Kultur wird von links nach rechts gelesen und deswegen sind an einer Bildfläche der Eingang links und der Ausgang rechts. Die linke Seite wird deswegen eher als offen und die rechte als geschlossen empfunden.

[Bild: DZhxzDg.png]

 

Bewegung

Wie eben schon bei den optischen Wiederständen gelesen nimmt man zuerst die Bewegung von links nach rechts wahr auf einer Grafik war.

[Bild: mBdD7t4.png]
Hier hat man das Gefühl der hintere Bereich öffnet sich von links nach rechts statt sich zu schließen.

 

[Bild: cdVTBqo.png]
Hier fällt der Hintergrund ab statt nach oben zu steigen

Elemente die gegen die Blickrichtung laufen wirken auf den Betrachter als schneller. z.B. ein fahrendes Auto (ja wir machen weniges mit Autos aber nur zum erklären Happy ) oder ein rollender Ball.

Man kann auch Dinge “Gegen den Storm” darstellen, wenn z.B. auf einer Grafik 4 Personen nach links schauen und nur eine mitten drin nach rechts, dann fällt diese Person sehr stark auf, da sie optisch gegen den Strom läuft.

Bildbegrenzung

Mit der Bildbegrenzung hat man die Möglichkeit die Weite der Grafik zu beeinflussen und damit auch den Fokus. Damit man nicht so das Gefühl hat, die Grafik läuft ins Endlose Wie man an den optischen Wiederständen gesehen hat, hat man das Gefühl von einem “Eingang” und einem “Ausgang” bei einer leeren Fläche. Und wenn man die Seiten einer Grafik offen lässt ohne durch PNGs, Texturen oder Stock entgegen zu wirken, wirkt die Grafik direkt viel offener und breiter so wie hier

[Bild: NDLwIP7.png]

Wenn man die Seiten aber z.B. durch Stocks, PNGs oder durch Pattern eine Grenze setzt, lenkt man automatisch das Auge auf das innere der Grafik und hat somit der Weite innerhalb einer Grafik eine Grenze gesetzt.

[Bild: gJrRD5W.png]

 


Übungsaufgaben
  • Gestallte drei Banner in der Größe 700x110px- mit Bildbegrenzung
    – ohne Bildbegrenzung
    – mit einem Bergauf-Element

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