Lektion 5 – Basic – Farb und Farbwahl

oder ich hab mit dem Pinsel gekleckert!

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Ok das hier wird erst mal keine Coloring Lektion. Die kommt später noch genauer. Aber es ist schon mal ein Infotext über Farben im Allgemeinen. Worauf kann man achten, wenn man Grafiken einfärbt. Bzw auch schon bei der Wahl der Texturen.

Ich fang mal zuerst mit einer kleinen Einführung in die Farblehre an Jaaaa bei uns lernt ihr lauter interessantes Zeug, was auf den ersten Blick nix mit den Grafiken an sich zu tun hat, wir aber alle dennoch unterbewusst einsetzen. Und das wollen wir ja alle dann auch mal bewusst machen.

Genug gequatscht. Los gehts.

Ich starte mal mit den Komplementärfarben. Das ist erst mal nur ne rundinformation die ihr gleich für den Rest vom Text braucht. Ich geh nun nicht in die ganze Tiefe, da ich finde, wenn es jemand interessiert, kann er sich die ganzen
Hintergründe auch googeln. Was ich aber kurz anreiße ist, dass der Farbkreis für die Komplementärfarben den ich gleich zeige auf auf die Farblehre von Johann Wolfgang von Goethe zurück geht. Er hat sich viel mit Farben und Licht beschäftigt und hat dabei festgestellt, dass es Farben gibt, die sich im Farbspektrum gegenüber stehen, dass wenn man diese Farben mischt, es am ende immer weiß ergibt. Um es für uns ein wenig verständlicher zu machen.

Komplementärfarben stehen im Farbraum den Primärfarben (rot, grün, blau) genau gegenüber.

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Zu ROT gehört CYAN, zu GRÜN gehört MAGENTA und zu BLAU gehört GELB. Durch das mischen von
Primärfarbe und ihrer Komplementärfarbe den Unbuntzustand “Weiß” mit 100%.
Um weiß zu bekommen muss man die richtige Mischung der Farben haben.

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Wenn ihr euch mit den Ebeneneinstellungen in Photoshop beschäftigt werden euch eben diese Komplementärfarben immer und immer wieder begegnen.
z.B. bei der Selektiven Farbkorrektur (links vom Regler)

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oder bei der Farbbalance, bei der ihr die Regler von der Komplementärfarbe zur Primärfarbe hin und her schieben könnt.

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Ich merke schon wie ihr euch alle denkt……”Ja, is ja ganz interessant aber was soll ich nun damit anfangen???”

Geduld ihr haben müsst, junge Padawans. Ich noch dazu kommen.

Lol

Und zwar eigentlich genau jetzt. Und zwar zum Zusammenspiel der Farben
Das ist interessant, wenn ihr eurer Grafik eine Farbe geben wollt. Da habt ihr nun mehrere Möglichkeiten.

Monochrom

Monochrom bedeutet eine Farbe in all ihren verschiedenen Abstufungen.

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Wie z.B. hier auf dieser Grafik (ich hab jetzt nicht zu allen Farben Beispiele, nur vorne weg) . Monochrom Grafiken können sehr gut aussehen und die meisten von uns kennen Monochrom durch schwarzweiß Grafiken, da alles irgendwie grau ist. Monochrom kann aber auch jede andere Farbe quer durch die Farbpalette sein.
Monochrome Grafiken bekommt ihr im Grunde dadurch hin, dass ihr alle Elemente von Personen zu Texturen, Text und PNGs zuerst auf einen Nenner bringt. In der Regel ist das sw und grau. Und dann durch ein gezieltes farbliches Coloring alles in der gewünschten Farbe einfärbt.

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Aneinander angrenzende Farbtöne

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Da habt ihr zwei Primärfarben (hier im Beispiel rot und grün) und die dazwischenliegenden Farben im Farbkreis sind dann die Farben die aneinander angrenzen.

Achtet bei eurer Gestaltung der Grafik z.B. auf die Kleider eurer Personen.
Hier auf meinem Bild sehr ihr, dass die angrenzenden Farben (angrenzend zu den Farben die im Kleid vorkommen) mit dem Bild viel besser harmonieren als Farben die ich mir einfach raus gesucht habe.

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Wenn ich nun eine Grafik gestallte und darauf achte, dass die Texturen und Elemente wie PNGs, Stocks, Text in diesen angrenzenden Farben sind, wird meine Grafik farblich viel harmonischer, auch wenn ich später die Farbe durch ein Coloring verändere, denn damit sind die Farben ja immer noch harmonisch.

Komplementärfarben

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Gestaltet eure Grafik in Komplementärfarben. Als Beispiel hab ich mal eine alte Grafik von mir umgebaut. Im Moment ist alles in grün, blau und lila gehalten. Alles sehr schöne Farben aber sie passen nicht wirklich 100% zusammen. Durch die Farben wirkte die Grafik nicht ansprechend.

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Wenn man das ganze jetzt aber in Komplementärfarben gestalltet, wie ich hier in Lila und Gelb (meine liebsten Komplementärfarben <3 ) wirkt das ganze schon ganz anders. Es ist alles viel harmonischer

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Warme und kalte Farben

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Ihr wählt für eure Grafik rein warme Farben aus.

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oder rein kalte Farben

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Gedeckte Farben mit einem Highlight

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Dabei nutzt ihr nur schlichte und gedeckte Farben, hier besonders gut schwarzweiß mit einem farblichen Highlight. Durch das schwarzweiß bzw die gedeckten Farben kommen die Farben des Highlights noch mal besonders kräftig raus und scheinen in der Grafik zu leuchten.

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zwei gegenüberliegende Komplementärfarben

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Triade – drei Farben in gleichmäßigem Abstand zueinander

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Die Farben harmonieren bei diesem Farbschema sehr gut, weil sie im Farbkreis alle drei den gleichen Abstand zueinander haben. Das ist entspannt fürs Auge und die Farben passen gut zueinander.
Ihr habt aber nicht nur Farben die ihr zusammen mischen könnt sondern ihr habt auch noch die Varianten die euch eine einzige Farbe bietet. Daher geh ich hier noch mal ganz kurz auf den Farbton ein.

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Je nach Einstellung eurer Farbe habt ihr durch Farbtiefe und Farbton noch mal unheimliche viele Schattierungen eurer Farbe. So kann man auch eine Grafik gestallten indem man alle Elemente in einer Grafik in den verschiedenen Schattierungen einer Farbe gestaltet.

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Puuuhhhhhh……was ne Menge an Text. Ich hoffe euch raucht noch nicht der Kopf. Im Grunde kann man alles auf einen Nenner bringen, was ich euch hier versucht habe zu erklären.

Achtet auf eure Personen die ihr in der Grafik habt. Welche Kleidung haben sie, welche Accessoires habt ihr und vor allem welche Farben hat das alles. Wählt danach eure Texturen, eure Elemente und einfach die ganze Komposition eurer Grafik. Denn danach spielt es fast keine Rolle mehr, welches Coloring ihr letztendlich nehmt, denn die Grafik wird farblich harmonieren, da sie schon im Rohzustand harmoniert hat.