Others – Polygon Portrait (Low Poly Effekt)

Mit dem polygon Effekt (Low Pony) kann man Grafiken ganz speziell aussehen lassen. Das muss nicht immer ein Portrait sein. Hier lässt es sich nur am besten erklären.

Dies ist mal ein Beispiel von diesem Effekt (NICHT VON MIR!!!)

[Bild: hf798mn2.jpg]

Daher zeig ich euch mal wie man diesen Effekt auf ein Bild anwendet, ich hab mir dafür dieses ausgesucht

DER EFFEKT

 

[Bild: wf9vruw9.jpg]

Diese Technik ist recht Zeitaufwendig, wenn man sie auf ein ganzes Bild anwendet, daher seit euch dessen bewusst, dass das ganze einige Zeit kosten kann.

Um anzufangen wähle ich das Polygon-Lasso Werkzeug in meiner Werkzeugleiste. Solltet ihr das Werkzeug nicht sehen, dann einmal mit rechts auf euerer Lasso Werkzeug klicken und das Polygon Werkzeug im Kontextmenü auswählen.

[Bild: 2vl9kdlv.png]

Mit dem Polygon Lasso könnt ihr mit jedem Klick einen Ankerpunkt setzen. Daher ist es sehr einfach damit gerade Geometrische Formen zu bilden. In meinem Fall möchte ich gerne ein Dreieck.

Also setze ich das Lasso an und klicke einmal auf mein Bild (Start-Anker) und ziehe eine gerade Linie in der Größe wie ich mein Dreieck haben mag. Dann klicke ich erneut (zweiter Anker) und gehe dann zurück zu meinem Start-Anker. Wenn ich in die Nähe meines Startes komme verändert sich mein Werkzeug und ich bekomme einen kleinen Kreis daneben angezeigt

[Bild: enafw3s9.png]

Danach solltet ihr ein solches Dreieck auf eurem Bild haben.

[Bild: pay9vtvv.png]

Klick nun mit der rechten Maustaste in euer Dreieck und es öffnet sich ein Kontextmenü in dem ihr die Option “Ebene durch kopieren” auswählt.

[Bild: 3lpdnts9.png]

Es wird automatisch eine neue Ebene erstellt die nur das von euch markierte Dreieck enthält.

[Bild: vipkkp52.png]

Nun geht auf diese Dreiecksebene und klickt mit gedrückter Steuerungstaste (bei Apple ist es die cmd Taste in diese Ebene hinein. Eurer Dreieck wird wieder ausgewählt und blinkt. Das ist wichtig damit ihr auch die Farbe berechnen könnt, sonst wird es einfach nur weiß.

[Bild: da54dbj6.png]

Wenn das Dreieck erneut markiert ist wählt Filter –> Weichzeichnungsfilter –> Durchschnitt berechnen an. Das Dreieck erhält automatisch die Durchschnittsfarbe dieser Ebene also des Dreiecks. Und je nach eurem Bild verändert es sich dann auch leicht. Mein Dreieck wird z.B. erst mal sehr hell

[Bild: j8ssi7kf.png]

Bei dem Rosa sieht man den Effekt nur ganz ganz dezent bis gar nicht. Man erkennt es aber an den Strukturunterschieden. Dieses Dreieck hat nun keine Poren mehr und keine unterschiedlichen Farbtöne drin. Deutlicher würde es werden, wenn man einen Bereich um die Augen noch mit rein nimmt. Dann errechnet PS ja den Durchschnittswert zwischen gelb, blau und rosa wie hier z.B.

[Bild: b6kw8cvg.png]

So nun aber noch mal zurück zu meinem rosa Dreieck.

Das ist im Grunde die Technik die man jetzt auf das ganze Bild anwendet. Es ist aber unheimlich schwer nun für jedes Dreieck die genaue Seite des vorherigen Dreieckes zu treffen.

Es gibt dann eher Überlappungen oder Lücken, da man es so nie 100% treffen würde.
So wie hier

[Bild: e6mt98h8.png]

Es gibt 3 Tipps die euch diese Arbeit erleichtern. Die erkläre ich euch jetzt.

TIPP #1 ERSTELLT EIN RASTER!!

Um zu sehen wo ihr mit eurem Werkzeug lang geht ist ein Raster sehr hilfreich, auch orientiert sich das Polygon-Lasso an diesem Raster und hängt sich wie “magnetisch” an dieses Raster an. Es vereinfacht euch auch die Aufteilung gerade in Dreiecke.

Ein Raster kann man einblenden indem man über Ansicht –> Anzeigen –> Raster geht. Solltet ihr dann ein Raster haben, dass z.B. so aussieht.

[Bild: 52a3bnzx.png]

bringt euch das nicht so viel bei eurem Bild. Also müsst ihr das Raster verändern. Das kann man bei Apple (Ich teile das mal, da ich einen Apple habe und viele aber einen Windows PC und darum würden euch meine Bilder nun nicht viel helfen) indem man auf Photoshop CC –> Voreinstellungen –> Hilfslinien, Raster und Slides klickt (bei Windows ist es: Bearbeiten –> Voreinstellungen –>Hilfslinien, Raster und Slides) .

[Bild: p8yxxnvo.png]

Es öffnet sich dadurch automatisch dieses Fenster

[Bild: wjnq7em3.png]

Dort kann man bei “Raster” die Rasterlinien einteilen. In meinem Fall habe ich dort bei Rasterlinien alle: 3 Punkte genommen und bei Unterteilung 1.
Ich würde hier aber sagen schaut einfach mal, was zu eurem Bild am besten passt. Je höher der Wert der Rasterlinien ist um so größer das Raster.

Mein gerastertes Bild sieht so aus.

[Bild: 8lrec3su.png]

TIPP #2 ERSTELLE EINE ACTION!

Der Tipp ist für diese Art von Bild immens wichtig, denn er erspart euch ca 3 Stunden an Arbeit. Also nicht vor zurück schrecken. Es liest sich viel. Ist aber in 5 Minuten gemacht und es spart wirklich Zeit!!!

Eine Action verwendet haben sicher schon mal hier und da einige, eine selbst erstellt, vielleicht auch aber ich erkläre es dennoch.

Geht über Fenster –> Aktionen und es öffnet sich dieses Fenster

[Bild: braotlm6.png]

Um eine Aktion aufzunehmen ist es UNVERZICHTBAR das ihr jeden Schritt so ausführt wie er am ende sein soll. Ihr nehmt es auf und wenn es einmal in der falschen Reihenfolge ist, dann wird es immer so sein. Daher, am besten vorher aufschreiben, wie die Schrittfolge ist und es dann in Ruhe Schritt für Schritt durchführen.

In meinem Fall erstelle ich vor der Aufnahme eine Leere Ebene erstellen und wähle schon einmal ein Dreieck aus. Warum erkläre ich gleich. Und dann auf dieser Ebene bleiben bevor die Aufnahme startet.

Unten in eurem Aktionen Fenster gibt es eine Symbolleiste. Klickt dort auf das Symbol für Neue Aktion erstellen

[Bild: 7m9r4a3w.png]

Es öffnet sich dieses Fenster.

[Bild: 4hmmnd2v.png]

Ich gebe der Action einen Namen und dann belege ich eine Funktionstaste nämlich in meinem Fall die F1 mit Umschalttaste.

Ihr könnt das auch weglassen und eben später die Aktion immer durch den “play” Button in Photoshop auslösen aber quasi immer F1+ Umschalten zu drücken ist mir dann doch ein wenig bequemer Lol

Mit dem Button Aufzeichnen dann bestätigen.

Zitat:ACHTUNG!!!!! Ab jetzt wird jeder Schritt den ihr in Photoshop macht aufgezeichnet und ist hinterher Bestandteil der Aktion!!! Also ab jetzt quasi alles richtig machen, oder neu starten.

Meine Steps sind nun folgende

  1. ich klicke auf meine Bildebene (Damit das bei jedem Step wiederholt wird brauchte ich zuerst die leere Ebene.
  2. Ebene durch kopieren
  3. in meine Dreiecksebene klicken damit sie wieder markiert ist
  4. Weichzeichner –> Durchschnitt berechnen
  5. Ebene aufheben
  6. Ebene Umbenennen (ich nenne es Polygon muss aber auch nicht sein, kann auch Ebene 1-100 heißen)

Danach drücke ich auf das Stop Symbol in meiner Symbolleiste der Aktionen

[Bild: 867uhfrr.png]

Nun ist die Aktion erstellt und ihr könnt damit Arbeiten.

Das Dreieck markiere ich vor der Aufnahme, denn wenn ich es während der Aufnahme markieren würde, würde die Aktion nur immer und immer wieder das selbe Dreieck am selben Ort erstellen, da ich ja aber nur die Schritte auf ein beliebiges Dreieck anwenden möchte, muss ich die Auswahl bei der Aufnahme vorher erstellen.

So. Einmal aufgenommen ist es nun für eich eine unheimliche Zeitersparnis. Denn ihr müsst jetzt nur noch an Hand eures Rasters die Dreiecke erstellen und dann auf Play drücken bei eurer Aktion oder eure Tastenkombination F1+Umschalttaste nutzen. Und schon werden die Markierungen automatisch in diese Dreiecke umgewandelt.

Wie gesagt. Ihr spart euch hiermit eine Unmenge an Zeit!!!

TIPP #3 BEREICHE GRUPPIEREN!

Wenn ihr wie ich hier die Haare schon soweit fertig habt.

[Bild: p5caa9iy.png]

habt ihr je nach Bild schon mindestens 100 oder noch mehr Ebenen. Das wird irgendwann sehr unübersichtlich. Daher würde ich euch empfehlen, je nachdem was ihr tut, die Ebene nach Themen zu gruppieren.

Also ich markiere nun alle Haar-Ebenen und klicke mit rechts darauf und wähle im Kontextmenü “Gruppe aus Ebenen”

[Bild: 8qd9lwae.png]

Ich gebe der Gruppe auch den Namen Haare und schon ist meine PSD bereinigt und ein wenig übersichtlicher. Das gleiche kann ich hier mit Augen, Handschuhe, Kleidung und Haut machen und hab es etwas übersichtlicher gemacht.

TIPPS FÜR DAS FERTIGES BILD

Und so geht ihr nach und nach vor. Je feiner ihr seit und je mehr Mühe ihr euch gebt um so besser sieht es hinterher aus (ich gestehe ich war ein wenig schlampig *lach*)

Aber z.B. gerade am Auge oder in Bereichen die sich Farblich sehr abheben (in meinem Beispiel das Bunte Make-up um das Auge herum) ist Feinarbeit wirklich unerlässlich. Macht da nicht einfach nur 3-6 Dreiecke hin. Denkt daran es wird immer der Durchschnitt der Farbe berechnet. Und wenn ihr am Auge die Dreiecke zu groß macht, wirkt das weiß nicht mehr weiß sondern eher hellgrau bis braun.
Also achtet da auf Feinheiten und vergrößert eure Vorlage so groß es geht. Ein Beispiel wie man ein Auge Aufteilen kann, seht ihr einmal hier.

[Bild: mi9lfjsq.jpg]

Hier gilt mehr als sonst bei Arbeiten, seit akkurat und sauber sonst straft es euch am Ende ab.

Und nun bin ich auf eure Versuche gespannt.


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